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Vom Silo zur Synergie mit Testautomatisierung
Wie Testautomatisierung die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilungen transformiert
Herausforderung: Die Kluft zwischen IT, Fach und Business beseitigen und Teamwork ermöglichen
In vielen Unternehmen ist die Kluft zwischen IT und Fachabteilungen noch immer Realität. Während die IT Stabilität, Sicherheit und Skalierbarkeit im Blick hat, drängen die Fachbereiche auf Geschwindigkeit, Flexibilität und direkten Business-Nutzen. Diese getrennten Welten – oft als „Silos“ bezeichnet – führen zu Missverständnissen, ineffizienten Prozessen und letztlich zu digitalen Produkten, die den Nutzenden nicht optimal dienen.
Dieser Blogbeitrag beleuchtet, wie eine moderne Strategie zur Testautomatisierung mehr sein kann als ein reines IT-Tool. Sie kann zur gemeinsamen Sprache werden, die beide Seiten verbindet, Vertrauen schafft und eine echte Partnerschaft für herausragende Software-, Service-, Produkt- und Prozessqualität ermöglicht.
In 4 Schritten vom Silo hin zur Synergie
Das Silo-Denken beschreibt eine eingeschränkte Perspektive, bei der Abteilungen isoliert voneinander arbeiten, Informationen nicht frei fliessen und gemeinsame Ziele in den Hintergrund treten. In der Softwareentwicklung und bei systemübergreifenden, digitalen End-to-End-Prozessen äussert sich dies oft folgendermassen:
- Die Fachabteilungen formulieren Anforderungen, übergeben sie an die IT und erwarten ein funktionierendes Ergebnis. Der Prozess dazwischen ist eine „Black Box“.
- Die IT-Entwicklung arbeitet an der Umsetzung, während das Testing oft am Ende steht – unter immensem Zeitdruck. Gefundene Fehler werden als Verzögerung wahrgenommen. Nicht selten wird das Testing vernachlässigt, um Timelines zu halten.
Folge: Beide Seiten arbeiten aneinander vorbei, nicht miteinander. Dies führt zu frustrierten Nutzenden, überlasteten Entwickelnden und zu Software und digitalen Prozessen, die im Alltag nicht stabil und fehlerfrei laufen.
Der Schlüssel zur Überwindung dieser Barrieren liegt darin, eine gemeinsame Verantwortung für die Qualität zu etablieren. Hier setzt die moderne Testautomatisierung an. Sie wandelt das Testing von einer reinen Endkontrolle in einen transparenten, kontinuierlichen und gemeinsam getragenen Prozess.
- Transparenz schafft Vertrauen: Automatisierte Test-Suiten bieten für alle Beteiligten ein objektives, nachvollziehbares Mass dafür, ob die Software und die digitalen End-to-End-Prozesse funktionieren. Fachbereiche können den Fortschritt anhand konkreter Testergebnisse verfolgen und mitgestalten, anstatt einfach tatenlos auf die IT zu vertrauen.
- Frühzeitiges Feedback bricht den „Überraschungs“-Zyklus: Durch Integration in die Entwicklungspipeline (CI/CD) geben automatisierte Tests sofort Rückmeldung, wenn eine neue Funktion bestehende Prozesse beeinträchtigt. Das ermöglicht frühe Korrekturen und verhindert, dass sich Fehler bis zur Release-Phase anhäufen.
Damit diese Zusammenarbeit gelingt, braucht es eine Sprache, die beide Seiten verstehen. Hier kommen zwei Elemente ins Spiel:
- Low-Code-Ansätze und KI für Testautomatisierung: Sie ermöglichen es Mitarbeitenden aus Fachabteilungen, mit minimalem Trainingsaufwand selbstständig automatisierte Testfälle für ihre kritischen Geschäftsprozesse zu erstellen oder anzupassen. Dies entlastet nicht nur die IT, sondern befähigt die Fachbereiche, ihre Expertise direkt in die Qualitätssicherung einzubringen. KI hilft mit, dies unter Vorgabe einer klaren, einheitlichen Struktur schnell und fehlerfrei zu erledigen.
- Gemeinsame Kennzahlen (KPIs): Anstatt in unterschiedlichen Begriffen zu sprechen, schaffen gemeinsame Metriken eine objektive Gesprächsgrundlage. Folgende KPIs haben sich in der Praxis als Brücke zwischen IT und Business bewährt:
KPI: Risikobasierte Testabdeckung | Beschreibung: Anteil der getesteten geschäftskritischen Prozesse. Erfordert eine gemeinsame Priorisierung dieser Prozesse. | Nutzen für die Zusammenarbeit: Schafft Fokus auf das, was für den Geschäftserfolg zählt. Verhindert, dass Ressourcen für weniger wichtige Tests verbraucht werden.
KPI: Automatisierungsgrad | Beschreibung: Anteil automatisierter Tests an der Gesamtzahl der Tests. | Nutzen für die Zusammenarbeit: Misst den Fortschritt der Effizienzsteigerung und Entlastung der Teams.
KPI: Fehlerbehebungszeit | Beschreibung: Durchschnittliche Zeit von der Meldung bis zur Behebung eines Fehlers. | Nutzen für die Zusammenarbeit: Macht Ineffizienzen im Prozess sichtbar und fördert gemeinsame Priorisierung.
KPI: Fehlerrücklaufquote | Beschreibung: Anteil der Fehler, die nach „Behebung“ wieder auftreten. | INutzen für die Zusammenarbeit: Indikator für die Qualität der Fehleranalyse und -behebung.
Die Transformation gelingt nicht über Nacht, sondern durch gezielte Massnahmen:
- Gemeinsame Vision formulieren: Definieren Sie „Softwarequalität“ nicht als IT-Ziel, sondern als gemeinsames Business-Ziel für stabile, effiziente Software und digitale Prozesse.
- Cross-funktionale Teams fördern: Bringen Sie Tester, Entwickler und Key-User aus den Fachabteilungen in dedizierten Teams für spezifische Anwendungen (z.B. ERP, Kundenplattformen, Fachapplikationen) zusammen.
- Tools als strategischen Enabler auswählen: Entscheidend ist die Wahl eines Ansatzes, der langfristige Souveränität sichert. Setzen Sie auf Architekturen, die einen Vendor Lock-In verhindern. Ideal sind Open Source-Testingtools und Low-Code-Testframeworks mit integrierter KI, die im Firmenbesitz verbleiben und auch nach Ende eines Lizenz- und Supportvertrags uneingeschränkt weiter genutzt, gepflegt und selbst weiterentwickelt werden können. Dies schützt Investitionen und gewährleistet maximale Flexibilität. Die Einstiegshürde für Fachbereiche wird bei richtiger Wahl radikal gesenkt und der Wartungsaufwand deutlich reduziert – laut Erfahrungswerten um 40-60%.
- Erfolge kommunizieren: Machen Sie sichtbar, wie durch frühes, automatisiertes Testing Release-Zyklen beschleunigt, die Performance und Fehlerfreiheit von digitalen Prozessen gesteigert und die Zufriedenheit der Anwendenden und Kunden erhöht werden.
Whitepaper: Entscheidende Erfolgsfaktoren
Welches die entscheidenden Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche und kosteneffiziente Testautomatisierung sind, beschreiben wir in unserem informativen Whitepaper, welches Sie hier kostenlos bestellen können.
Fazit
Die Überwindung des Silo-Denkens zwischen IT und Fachabteilungen ist keine Frage der gut gemeinten Appelle, sondern der konkreten, prozessualen Verbesserung.
Eine strategisch implementierte Low-Code-Testautomatisierung mit integrierter KI, die auf risikobasierter Priorisierung und langfristiger technischer Souveränität aufbaut, stellt hierfür das wirksamste Instrument dar. Sie schafft Transparenz, etabliert eine gemeinsame Sprache auf Basis von Fakten und KPIs und verwandelt die Qualitätssicherung von einer lästigen Kontrollfunktion in einen gemeinsamen Wertschöpfungsprozess.
Als Schweizer Experten für Software-Qualitätssicherung mit einem starken Fokus auf regionalem Know-how und Premium-Qualität begleiten wir Unternehmen in der DACH-Region dabei, diese Synergie zu erreichen.
Der nächste Schritt
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